Antimuslimischer Rassismus ist Teil unserer Gesellschaft, und muslimfeindliche Einstellungen haben in den letzten Jahren einen starken Zulauf erhalten. Dies hat Auswirkungen auf das pädagogische Arbeiten und das Zusammenleben und -lernen mit Kindern und Jugendlichen muslimischen Glaubens und ihren Familien. So machen muslimische und muslimisch gelesene Kinder und Jugendliche häufig Diskriminierungserfahrungen oder ihnen wird zugeschrieben, nicht zu Deutschland zu gehören. Diese Erfahrungen sollten in allen pädagogischen Kontexten ernst genommen werden.
Ziel der Fortbildung ist es, strukturellen und alltäglichen Rassismus in Bezug auf Muslim*innen zu erkennen und das eigene Wirken und Handeln zu hinterfragen, um mögliche Strategien im Umgang mit antimuslimischem Rassismus zu entwickeln. Denn insbesondere pädagogischen Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe kommt beim Aufbrechen ausgrenzender Strukturen sowie der Anerkennung von religiöser Vielfalt und diversen Lebensformen eine bedeutende Rolle zu.