Nicht umsonst erfährt „freies Erzählen“ in den letzten Jahren eine hohe Aufmerksamkeit in der pädagogischen Arbeit mit Kindern, insbesondere mit Kindern, die im Deutschen erst heimisch werden.
Denn erzählt wird ja nicht nur mit Worten. Erzählen ist zuallererst Zuwendung, ist unmittelbare und lebendige Kommunikation. Erzählt wird vor allem mit Empathie und Emotion. Gestik, Mimik und Stimme bauen der Sprache eine Brücke und ermöglichen Verstehen, selbst wenn die Worte (noch) fremd klingen.
Spielerisch und praxisbezogen wecken wir die eigene Erzählfreude und öffnen die Tür zum mitreißenden Erzählen. Was braucht es, um eine Geschichte frei zu erzählen? Mit welchen Mitteln bauen wir Brücken über Sprachbarrieren? Welche Rituale machen neugierig aufs Zuhören, nehmen auch Kinder mit, denen die deutsche Sprache noch fremd klingt, und auch jene, denen Zuhören schwerfällt? Wie heben wir das sprachfördernde Potential der Märchen und welche Märchen eignen sich?