Deutschland ist ein Einwanderungsland: Rund 30 % der Bevölkerung haben eine Einwanderungsgeschichte, bei Kindern liegt der Anteil sogar bei etwa 40 %. Viele Familien, die in Kitas und Kindertagespflege ankommen, bringen Erfahrungen von Flucht, Unsicherheit und Neubeginn mit. Weltweit sind über 122 Millionen Menschen auf der Flucht – fast die Hälfte davon Kinder.
Für pädagogische Fachkräfte bedeutet das, Kinder mit sehr unterschiedlichen Lebensgeschichten zu begleiten. Manche haben Traumatisches erlebt – Krieg, Gewalt oder Verlust – und andere leiden vor allem unter aktuellen Belastungen wie beengten Wohnsituationen oder unsicherem Aufenthaltsstatus.
Auffälliges Verhalten ist daher nicht automatisch ein Hinweis auf ein Trauma, sondern Ausdruck vielfältiger Erfahrungen.