Qualitätsentwicklung und Personalbemessung in der Jugendhilfe (§79a SGB VIII)

Zielgruppe

Leitungskräfte der Jugendämter: insbesondere Jugendamtsleitungen sowie Führungsverantwortliche der sozialen Dienste und Spezialdienste (z. B. Allgemeiner Sozialer Dienst (ASD), Pflegekinderdienst (PKD), Jugendgerichtshilfe (JGH), Eingliederungshilfe (EGH)).

 

Beschreibung

Mit der Einführung des § 79a SGB VIII wurde die Qualitätsentwicklung zur verpflichtenden Aufgabe der öffentlichen Jugendhilfe. Jugendämter stehen seither in der Verantwortung, tragfähige Konzepte zur Qualitätssicherung und -entwicklung zu erarbeiten, umzusetzen und kontinuierlich zu überprüfen. Dies betrifft sämtliche Leistungsbereiche – besonders auch die sozialpädagogischen Dienste und Spezialdienste.

Parallel dazu verpflichtet § 79 SGB VIII die öffentlichen Träger dazu, eine angemessene personelle Ausstattung der Jugendämter sicherzustellen. Spätestens seit Inkrafttreten des Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes (KJSG) ist ein systematisches Verfahren zur Personalbemessung gesetzlich verankert (vgl. § 79 Abs. 3 Satz 2 SGB VIII). Die Praxis zeigt jedoch: Es fehlt vielerorts an klaren Maßstäben, validen Modellen und einer gemeinsamen Fachlichkeit.

Diese Fortbildung bietet Leitungskräften einen fundierten Rahmen, um die bestehenden Anforderungen kritisch zu reflektieren, Handlungsstrategien zu entwickeln und praxistaugliche Ansätze kennenzulernen.

Inhaltliche Schwerpunkte

Qualitätsentwicklung in der Kinder- und Jugendhilfe

  • Welche fachlichen und methodischen Ansätze zur Qualitätsentwicklung sind geeignet – insbesondere für die Leistungen und Aufgaben der sozialen Dienste und Spezialdienste (z. B. ASD, PKD, JGH)?

Partizipation der Fachkräfte

  • Welche Rolle spielt die Einbindung von Fachkräften bei der Entwicklung, Überprüfung und Etablierung von Qualitätsstandards? Wie gelingt echte Beteiligung – jenseits von Symbolik?

Personalbemessung: Anforderungen an moderne Konzepte

  • Welche fachlichen, strukturellen und rechtlichen Anforderungen muss ein tragfähiges Konzept der Personalbemessung erfüllen? Wo liegen die Chancen und Grenzen quantitativer Verfahren?

Voraussetzungen für wirksame Personalbemessung auf Organisationsebene

  • Welche Bedingungen müssen in einzelnen Organisationseinheiten gegeben sein, damit Personalbemessung mehr ist als eine formale Übung? Welche Rolle spielt Führung in der Umsetzung?

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