Systemische Professionalität - das aktive Nicht-Tun als Herausforderung sozialpädagogischer Intervention

Grundkurs

Zielgruppe

Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe

Beschreibung

Wichtige Kennzeichen Systemischer Therapie- und Beratungskonzepte sind ihre Orientierung an einem positiven Menschenbild sowie ihr Anknüpfen an Ressourcen und individuellen sowie sozialen Stärken. Als außenstehende*r Beobachter*in ist der systeminterne Sinnzusammenhang nicht immer leicht zu erkennen, manchmal erscheint das individuelle Verhalten eines Systemmitgliedes als absurd, verrückt, nicht nach vollziehbar, selbst schädigend oder destruktiv usw. Genau diese Phänomene begründen in der Regel das Wirksamwerden einer sozialpädagogischen Begleitung, Beratung oder Betreuung. Systemische Beratung ist dann erfolgreich und wirkungsvoll, wenn es gelingt, dem/der Klienten*in eine veränderte Sichtweise auf die eigene Situation zu vermitteln, die für ihn/sie wirklich einen Unterschied macht; also einen Blick, der die eigene Situation oder sein Problem in einem neuen Licht erscheinen lässt. Verändertes Handeln ist dann die Konsequenz der veränderten Sichtweise! Steve de Shazer nannte es, einen Unterschied machen, der einen Unterschied macht!

 

Inhaltliche Schwerpunkte

  • Regeln,
  • Grenzen,
  • Subsysteme,
  • Hypothesenbildung,
  • Zirkularität,
  • Systemische Fragetechniken,
  • Genogrammarbeit,
  • Positive Konnotation,
  • Beziehungsgestaltung von Klient*innen
  • Die Rolle des Beraters/ der Fachkraft – Selbstverständnis und Haltung – Angebot und Abgrenzung

Hinweis

Im Anschluss an diesen Grundkurs wird der Aufbaukurs „Systemische Professionalität - ein konstitutiver Drahtseilakt“ (19.-21.08.2026) empfohlen.