Systemische Professionalität - ein konstitutiver Drahtseilakt - Aufbaukurs

Zielgruppe

Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe

Beschreibung

„Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners“ – dieser eindrückliche Ausspruch von Heinz von Foerster bedarf in pädagogischen Hilfesettings ständiger Beachtung.

Ziel systemischer Beratung ist die Erhöhung der Selbsthilfe- und Selbststeuerungsfähigkeit der Klient*innen.

Systemisch zu arbeiten bedeutet auch ein Spiel mit den Perspektiven: Es geht darum, Situationen aus der Perspektive der Einzelnen und in einem größeren Zusammenhang zu betrachten.  Die Nahperspektive ermöglicht den Detailblick, die Metaperspektive den Draufblick, die Innenperspektive den Sinnzusammenhang. Das empathische Mitschwingen ermöglicht den Kontakt. Die Gegenüberposition den Dialog. Wie aber kann die Vielzahl von Perspektiven und Sichtweisen für eine sozialpädagogische Intervention genutzt werden?

Systemische Beratung ist dann erfolgreich und wirkungsvoll, wenn es gelingt, dem/den Klient*innen eine veränderte Sichtweise auf die eigene Situation zu vermitteln, die für Ihn wirklich einen Unterschied macht; also einen Blick, der die eigene Situation oder sein Problem in einem neuen Licht erscheinen lässt. Verändertes Handeln ist dann die Konsequenz der veränderten Sichtweise.

Lösungen erkennt man am Verschwinden des Problems!

Inhaltliche Schwerpunkte

  • Multiperspektivität versus Allparteilichkeit
  • Haltung der sozialpädagogischen Helfer*in
  • Erstellung systemdynamischer Hypothesen
  • systemische Interventionen
  • Ressourcen eines/einer systemischen Helfers*in: Nichtwissen - Irritation - Hilflosigkeit

Hinweis

Voraussetzung für den Kurs ist ein grundlegendes Wissen zum systemischen Denken und der systemischen Beratung, siehe TP-0265 2201 „Systemische Professionalität - das aktive Nicht-Tun als Herausforderung pädagogischer Intervention- Grundkurs“ vom 17.-19.06.2026

Auskunft zu Anmeldung und Organisation

Kathrin Stude

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