trainingproduct
Zwangsverheiratung erkennen und wirksam handeln
Handlungssicherheit für Fachkräfte im Schutz von Mädchen und jungen Frauen
Jetzt anmelden
01.09.2026
TP-0621 2601 | Magdeburg
Auskunft zu Anmeldung und Organisation
Kathrin Stude
(0345) 514-1640 fortbildung.landesjugendamt@lvwa.sachsen-anhalt.de... Zuletzt gesehen

Zertifikatskurs Jugendhilfeplanung 2026/2027
Der Gesetzgeber hat mit dem Sozialgesetzbuch (SGB) Achtes Buch (VIII) - Kinder- und Jugendhilfegesetz - den Trägern der öffentlichen Jugendhilfe die Planungsverantwortung übertragen. In diesem Zusammenhang müssen die Jugendämter dafür Sorge tragen, dass
- der Bestand an Einrichtungen und Diensten regelmäßig festgestellt wird,
- der Bedarf unter Berücksichtigung der Wünsche, Bedürfnisse und Interessen der jungen Menschen und deren Eltern für einen mittelfristigen Zeitraum ermittelt wird und
- die zur Befriedigung dieser Bedarfe notwendigen Vorhaben rechtzeitig und ausreichend zu planen sind.
Vor diesem Hintergrund stellt sich für die örtlichen Jugendämter die Frage, wie dieser gesetzliche Auftrag pragmatisch umgesetzt werden kann und welche organisatorischen und fachlichen Voraussetzungen für eine kommunikative, kooperative und zielgerichtete Jugendhilfeplanung geschaffen werden können.
In den fünf thematisch aufeinander aufbauenden Modulen wird unter Einbezug der unterschiedlichen Berufserfahrung der Teilnehmenden grundlegendes Wissen zur Jugendhilfeplanung vermittelt. Der Aufbau der Module ist so gestaltet, dass sich theoretische Inputs und praktische Arbeitseinheiten abwechseln. Darüber hinaus wird eine angemessene Zeit für die Diskussion im Plenum und/oder in Kleingruppen eingeplant.
In allen Modulen werden die Teilnehmenden die Gelegenheit haben, das neu erworbene Wissen auf das eigene Handeln und das jeweilige persönliche Praxisprojekt zu übertragen. Hierzu sind ggf. auch vereinzelt Abendeinheiten nötig und/oder möglich.Die Module sind im Abschnitt „Inhalte der Module“ näher beschrieben.

Aufwachsen in extrem rechten Familien - Zwischen Kindeswohl und Elternrecht
"Es geht um das Kindeswohl und nicht um blonde Zöpfe" (Amadeu Antonio Stiftung 2018)
Sind pädagogische Fachkräfte mit extrem rechten Familien konfrontiert, führt das häufig zu Unsicherheiten:- Welchen Einfluss hat die familiäre Eingebundenheit in die rechtsextreme Szene auf Kinder?
- Wie ist es um das Kindeswohl bestellt?
- Wie kann der pädagogische Umgang mit den Kindern aussehen?
- Und wie kann eine professionelle Elternarbeit gelingen?
Die zweitägige Fortbildung unterstützt pädagogische Fachkräfte darin, Handlungssicherheit in diesen Fragen zu erlangen. Hierbei wird der Fokus auf die Besonderheiten des Aufwachsens in extrem rechten Elternhäusern und auf das damit verbundene Spannungsfeld zwischen Kindeswohl und Elternrechten gelegt. Davon ausgehend werden unterschiedliche Gefährdungslagen betrachtet, mögliche Interventionen diskutiert und die Handlungssicherheit gestärkt.
1
Chaos oder Chance
Menschen haben unterschiedliche Fähigkeiten, Interessen und Begabungen. Diese Unterschiede machen uns einzigartig und unverwechselbar. Manche Menschen sind körperlich, geistig oder seelisch behindert, andere sind in spezifischen Bereichen überdurchschnittlich oder hochbegabt und einige zeigen Besonderheiten in ihrer Entwicklung oder Auffälligkeiten in ihrem Verhalten. Diese Verhaltensauffälligkeiten sind vielfältig und haben unterschiedliche Ursachen. Krankheit, Störung, Andersartigkeit oder Absicht? – Was ist NORMAL und wer legt fest, was NORMAL ist?
Im gemeinsamen Austausch erörtern wir, wie es gelingt, die Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen zu steigern und ihre individuellen Potentiale und Ressourcen auszubauen. Sie erfahren, wie und wodurch Fachkräfte und Bezugspersonen adäquat auf Verhaltensauffälligkeiten reagieren können, um Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg zu begleiten, ohne selbst zu verschleißen.
2
