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Arbeitsorganisation und Kommunikation mit Kita-Apps. -Schwerpunkt: Kommunikation erleichtern mit einer App.
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18.09.2026
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Marion Grajetzky
(0345) 514-1624 fortbildung.landesjugendamt@lvwa.sachsen-anhalt.de... Zuletzt gesehen

Zertifikatskurs Jugendhilfeplanung 2026/2027
Der Gesetzgeber hat mit dem Sozialgesetzbuch (SGB) Achtes Buch (VIII) - Kinder- und Jugendhilfegesetz - den Trägern der öffentlichen Jugendhilfe die Planungsverantwortung übertragen. In diesem Zusammenhang müssen die Jugendämter dafür Sorge tragen, dass
- der Bestand an Einrichtungen und Diensten regelmäßig festgestellt wird,
- der Bedarf unter Berücksichtigung der Wünsche, Bedürfnisse und Interessen der jungen Menschen und deren Eltern für einen mittelfristigen Zeitraum ermittelt wird und
- die zur Befriedigung dieser Bedarfe notwendigen Vorhaben rechtzeitig und ausreichend zu planen sind.
Vor diesem Hintergrund stellt sich für die örtlichen Jugendämter die Frage, wie dieser gesetzliche Auftrag pragmatisch umgesetzt werden kann und welche organisatorischen und fachlichen Voraussetzungen für eine kommunikative, kooperative und zielgerichtete Jugendhilfeplanung geschaffen werden können.
In den fünf thematisch aufeinander aufbauenden Modulen wird unter Einbezug der unterschiedlichen Berufserfahrung der Teilnehmenden grundlegendes Wissen zur Jugendhilfeplanung vermittelt. Der Aufbau der Module ist so gestaltet, dass sich theoretische Inputs und praktische Arbeitseinheiten abwechseln. Darüber hinaus wird eine angemessene Zeit für die Diskussion im Plenum und/oder in Kleingruppen eingeplant.
In allen Modulen werden die Teilnehmenden die Gelegenheit haben, das neu erworbene Wissen auf das eigene Handeln und das jeweilige persönliche Praxisprojekt zu übertragen. Hierzu sind ggf. auch vereinzelt Abendeinheiten nötig und/oder möglich.Die Module sind im Abschnitt „Inhalte der Module“ näher beschrieben.

Aufwachsen in extrem rechten Familien - Zwischen Kindeswohl und Elternrecht
"Es geht um das Kindeswohl und nicht um blonde Zöpfe" (Amadeu Antonio Stiftung 2018)
Sind pädagogische Fachkräfte mit extrem rechten Familien konfrontiert, führt das häufig zu Unsicherheiten:- Welchen Einfluss hat die familiäre Eingebundenheit in die rechtsextreme Szene auf Kinder?
- Wie ist es um das Kindeswohl bestellt?
- Wie kann der pädagogische Umgang mit den Kindern aussehen?
- Und wie kann eine professionelle Elternarbeit gelingen?
Die zweitägige Fortbildung unterstützt pädagogische Fachkräfte darin, Handlungssicherheit in diesen Fragen zu erlangen. Hierbei wird der Fokus auf die Besonderheiten des Aufwachsens in extrem rechten Elternhäusern und auf das damit verbundene Spannungsfeld zwischen Kindeswohl und Elternrechten gelegt. Davon ausgehend werden unterschiedliche Gefährdungslagen betrachtet, mögliche Interventionen diskutiert und die Handlungssicherheit gestärkt.
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Zwangsverheiratung erkennen und wirksam handeln
Zwangsverheiratung bzw. die Androhung von Zwangsverheiratung versteht sich als Gewalt und Kontrolle, mehrheitlich gegenüber Mädchen und jungen Frauen, die gegen ihren Willen verheiratet werden (sollen). Sie ist mit Drohungen, hohem psychischen Druck und familiären Zwang verbunden. Auch, wenn Zwangsverheiratung in Deutschland unter Strafe steht, steigen die Zahlen von Betroffenen jährlich an. Gerade für jugendliche Betroffene ist der Druck und die Hürde, sich Hilfe zu suchen, hoch. Jugend(hilfe)einrichtungen oder die Schule sind oft die einzigen Zugänge für Betroffene in das Hilfesystem. Fachkräfte tragen also eine große Verantwortung. Umso wichtiger ist es, dass Sie als Fachkraft im Umgang mit (potenziell) Betroffenen sensibilisiert sind und Warnzeichen erkennen, um frühzeitig intervenieren und damit ihren Schutzauftrag gewährleisten zu können.
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FAS zienierenD - Pädagogik anders denken
Das fetale Alkoholsyndrom stellt die Bezugsperson sowie alle beteiligten Fachkräfte vor große Herausforderungen. Krisen der betroffenen Kinder führen nicht selten zu Krisen aller am Betreuungssystem Beteiligten.
Auf Grund der verbesserten Diagnostik können Kinder mit FAS besser erkannt und betreut werden.
Sowohl Pflege- und Adoptiveltern oder stationäre Wohnformen kommen in der Betreuung immer wieder an ihre Grenzen. Oft sind Gründe der Hilflosigkeit fehlende Informationen und angemessen entwickelte Hilfsangebote.
Die Fortbildung wendet sich dieser Thematik zu.
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