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Präventionskurs "Nur wer gut für sich sorgt, kann auch angemessen für andere sorgen"
Grund- und Aufbaukurs
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28.04. - 29.09.2026
TP-0364 2601 | Halle
Auskunft zu Anmeldung und Organisation
Kathrin Stude
(0345) 514-1640 fortbildung.landesjugendamt@lvwa.sachsen-anhalt.de... Zuletzt gesehen

Inklusionsfachkraft
„Jedes Kind gleich welcher Herkunft, Religion, welchen Geschlechts, welcher gesundheitlichen Belastungen oder körperlichen, geistigen oder seelischen Besonderheiten und Begabungen, hat das Recht darauf, in die Tageseinrichtung aufgenommen zu werden und entsprechend seiner Individualität und seiner Bedürfnisse bei seinen Bildungsprozessen begleitet und in spezifischer Weise gefördert zu werden.
(Leitlinie 5: Inklusion) “…so die Forderung im Bildungsprogramm Sachsen-Anhalt Bildung: elementar – Bildung von Anfang an. Denn so vielschichtig unsere Gesellschaft ist, so vielschichtig sind auch Kindertageseinrichtungen. Dennoch ist diese Haltung in der Praxis oft nicht einfach umzusetzen. Viele Stolpersteine und Unsicherheiten prägen den pädagogischen Alltag. Um dieser Forderung dennoch gerecht zu werden, benötigt es Fachkräfte in der Kindertageseinrichtung, die mit spezifischem Fachwissen und sicherer Handlungskompetenz als Berater*innen für Inklusionsfragen tätig sind, (auch unbeabsichtigte) Diskriminierungen erkennen, darüber aufklären und Lösungsansätze vermitteln können.
In dieser Weiterbildung erlangen Sie umfangreiches Fachwissen zum Thema Inklusion, nehmen neue Perspektiven ein und erhalten Einblicke in gelungene Beispiele aus der Praxis. Ziel ist es, als Inklusionsfachkraft Vorurteilen den Wind aus den Segeln zu nehmen und als Fürsprecher*in aller Kinder eine inklusive Grundhaltung in Ihrer Einrichtung voranzutreiben.
Die Fortbildung besteht aus insgesamt sechs zweitägigen und einem dreitägigen Modul (Modul 1); das letzte Modul wird als Abschlusskolloquium gestaltet. Außerdem gehört zum Kurs ein Reflexionstag, welcher den Teilnehmenden nach einem längeren Zeitraum in der Praxis Gelegenheit gibt, in der vertrauten Gruppe mit der Hauptreferentin die als Inklusionsfachkraft erworbenen Erfahrungen zu reflektieren.
Bitte bringen Sie zu jedem Modul den Index für Inklusion mit.
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Aufwachsen in extrem rechten Familien - Zwischen Kindeswohl und Elternrecht
"Es geht um das Kindeswohl und nicht um blonde Zöpfe" (Amadeu Antonio Stiftung 2018)
Sind pädagogische Fachkräfte mit extrem rechten Familien konfrontiert, führt das häufig zu Unsicherheiten:- Welchen Einfluss hat die familiäre Eingebundenheit in die rechtsextreme Szene auf Kinder?
- Wie ist es um das Kindeswohl bestellt?
- Wie kann der pädagogische Umgang mit den Kindern aussehen?
- Und wie kann eine professionelle Elternarbeit gelingen?
Die zweitägige Fortbildung unterstützt pädagogische Fachkräfte darin, Handlungssicherheit in diesen Fragen zu erlangen. Hierbei wird der Fokus auf die Besonderheiten des Aufwachsens in extrem rechten Elternhäusern und auf das damit verbundene Spannungsfeld zwischen Kindeswohl und Elternrechten gelegt. Davon ausgehend werden unterschiedliche Gefährdungslagen betrachtet, mögliche Interventionen diskutiert und die Handlungssicherheit gestärkt.
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Chaos oder Chance
Menschen haben unterschiedliche Fähigkeiten, Interessen und Begabungen. Diese Unterschiede machen uns einzigartig und unverwechselbar. Manche Menschen sind körperlich, geistig oder seelisch behindert, andere sind in spezifischen Bereichen überdurchschnittlich oder hochbegabt und einige zeigen Besonderheiten in ihrer Entwicklung oder Auffälligkeiten in ihrem Verhalten. Diese Verhaltensauffälligkeiten sind vielfältig und haben unterschiedliche Ursachen. Krankheit, Störung, Andersartigkeit oder Absicht? – Was ist NORMAL und wer legt fest, was NORMAL ist?
Im gemeinsamen Austausch erörtern wir, wie es gelingt, die Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen zu steigern und ihre individuellen Potentiale und Ressourcen auszubauen. Sie erfahren, wie und wodurch Fachkräfte und Bezugspersonen adäquat auf Verhaltensauffälligkeiten reagieren können, um Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg zu begleiten, ohne selbst zu verschleißen.
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Elternarbeit
Fachkräfte in stationären Hilfen zur Erziehung, Eltern und Kinder lernen sich fast immer in belastenden, stressigen Lebensphasen mit Gefühlen von Enttäuschung, Wut und Angst, die oft die Themen Trennung und Abschied überlagern.
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Hier einen gelingenden Beziehungsanfang zu finden, sich auf die konkreten Menschen mit ihren Gefühlen, Bedürfnissen und Wünschen abzustimmen, die oft nicht sichtbar sind, fordert von den Fachkräften viel. Mit einem abgestimmten Ablauf und einem klaren Set an Instrumenten lassen sich sowohl in der Arbeit mit Eltern als auch im Team der Fachkräfte gezielt Kompetenzen erkunden und Ansätze für tragfähige Arbeitsbeziehungen entwickeln.
