Menü Home
Produktsuche Ihre Lesezeichen Einloggen Zurück Zurück

trainingproduct

Ansprechpartner:innen
AGB/Datenschutz

Inklusionsfachkraft

Pädagogik der Vielfalt in der Kindertageseinrichtung

Zertifikatskurs

Weiterleiten
Lesezeichen
pdf Druck

Zielgruppe

Pädagogische Fach- und Leitungskräfte aus Kindertageseinrichtungen und Horten  

Beschreibung

„Jedes Kind gleich welcher Herkunft, Religion, welchen Geschlechts, welcher gesundheitlichen Belastungen oder körperlichen, geistigen oder seelischen Besonderheiten und Begabungen, hat das Recht darauf, in die Tageseinrichtung aufgenommen zu werden und entsprechend seiner Individualität und seiner Bedürfnisse bei seinen Bildungsprozessen begleitet und in spezifischer Weise gefördert zu werden.
(Leitlinie 5: Inklusion) “

…so die Forderung im Bildungsprogramm Sachsen-Anhalt Bildung: elementar – Bildung von Anfang an. Denn so vielschichtig unsere Gesellschaft ist, so vielschichtig sind auch Kindertageseinrichtungen. Dennoch ist diese Haltung in der Praxis oft nicht einfach umzusetzen. Viele Stolpersteine und Unsicherheiten prägen den pädagogischen Alltag. Um dieser Forderung dennoch gerecht zu werden, benötigt es Fachkräfte in der Kindertageseinrichtung, die mit spezifischem Fachwissen und sicherer Handlungskompetenz als Berater*innen für Inklusionsfragen tätig sind, (auch unbeabsichtigte) Diskriminierungen erkennen, darüber aufklären und Lösungsansätze vermitteln können. 

In dieser Weiterbildung erlangen Sie umfangreiches Fachwissen zum Thema Inklusion, nehmen neue Perspektiven ein und erhalten Einblicke in gelungene Beispiele aus der Praxis. Ziel ist es, als Inklusionsfachkraft Vorurteilen den Wind aus den Segeln zu nehmen und als Fürsprecher*in aller Kinder eine inklusive Grundhaltung in Ihrer Einrichtung voranzutreiben. 

 

Die Fortbildung besteht aus insgesamt sechs zweitägigen und einem dreitägigen Modul (Modul 1); das letzte Modul wird als Abschlusskolloquium gestaltet. Außerdem gehört zum Kurs ein Reflexionstag, welcher den Teilnehmenden nach einem längeren Zeitraum in der Praxis Gelegenheit gibt, in der vertrauten Gruppe mit der Hauptreferentin die als Inklusionsfachkraft erworbenen Erfahrungen zu reflektieren.

 

Bitte bringen Sie zu jedem Modul den Index für Inklusion mit.

Inhaltliche Schwerpunkte

Modul I: Pädagogik der Vielfalt – Diversität im Überblick

  • Biografiearbeit
  • Grundlagen des Inklusionsgedankens
  • Index für Inklusion
  • wesentliche Rechtspositionen

 

Modul II: Kommunikation im Inklusionsprozess

  • professioneller Einsatz verschiedener Kommunikationsmethoden
  • zwischenmenschliche Interaktionen kompetent begleiten
  • Chancen und Herausforderungen in den Inklusionsprozessen
  • Gewaltfreie Kommunikation nach M. Rosenberg
  • Kommunikationsanalyse nach Johari
  • Kommunikation nach dem Prinzip der dialogischen Haltung
  • Verschiedene Methoden und Übungen für eine inklusive Kommunikation

 
Modul III: Team und Organisation

  • Psychologie von Beziehungen in Teams und Gruppen
  • Sicherheit im Umgang mit Kolleg*innen, Mitarbeiter*innen und Klient*innen
  • Techniken der Vermittlung von Ideen und Kenntnissen
  • kollegiale Fallberatung

 

Modul IV: Kinderrechte und Kinderschutz

  • Bild vom Kind im gesellschaftlichen Kontext
  • UN Kinderrechtskonvention 
  • Leitlinien des Bildungsprogramms für Kindertageseinrichtungen
  • Diskriminierungen erkennen und adressieren
  • Beschwerdeverfahren für Kinder bei Diskriminierung
  • Vielfalt und Kinderschutz

 

Modul V: Zusammenarbeit mit Eltern

  • miteinander in Kontakt kommen – von der Erwartungshaltung zum transparenten Austausch
  • wertschätzender Umgang mit unterschiedlichen Familienkulturen
  • Machtverhältnisse zwischen pädagogischen Fachkräften und Eltern
  • ressourcenorientierte Familienaktivierung (Handlungsstrategien zur Planung und Durchführung von Elternangeboten abseits des „klassischen“ Elternabends)
  • Ideen und Strategien zur Überwindung von Sprachbarrieren
  • Wenn Eltern Vorurteile äußern…

 

Modul VI: „…auf Spurensuche“: Untersuchen und Erkunden einer vorurteilsbewussten Lernumgebung?!

  • Praxisbesuch in Kitas 
  • erprobte Beispiele gelungener Elternpartnerschaft  
  • Stolpersteine
  • mehrsprachig aufwachsen – Was bedeutet das?
  • alltagsintegrierte Sprachförderung in der Kita
  • Gestaltungsmöglichkeiten und Handlungsansätze für die vorurteilsbewusste Praxis
  • Reflexion Ihrer eigenen Erfahrung und Praxis

 

Abschlusskolloquium

 

(Neu ab Kursen mit Beginn 2026:)

Reflexionstag. Etwa ein halbes Jahr nach dem Abschlusskolloquium erhalten Teilnehmende die Möglichkeit, nochmals gemeinsam mit der/dem Hauptreferent:in in der Kursgruppe zusammenzukommen. Ziel ist es, an diesem Tag die bis dahin erfahrene Praxis in der Rolle der Inklusionsfachkraft zu beleuchten. Herausforderungen und aktuelle Probleme wie auch Ihre Erfolge können im Rahmen kollegialer Beratung besprochen werden.

Hinweis

Die erfolgreiche Teilnahme am Gesamtkurs wird mit einem Zertifikat des Landes Sachsen-Anhalt bescheinigt. Bedingung hierfür ist die Anwesenheit und Mitarbeit in jedem Modul und das Anfertigen einer Abschlussarbeit. Bitte beachten Sie, dass Sie mit Ihrer Anmeldung diese Bedingungen akzeptieren (nehmen Sie deshalb bitte die AGB zur Kenntnis!).

Jetzt anmelden

15.04.2026 - 12.05.2027
TP-0215 2601 | Halle (Saale)


Auskunft zu Anmeldung und Organisation

Marion Grajetzky

(0345) 514-1624 fortbildung.landesjugendamt@lvwa.sachsen-anhalt.de

Auskunft zu Inhalten

Gesine Nebe

(0345) 514-1293 gesine.nebe@lvwa.sachsen-anhalt.de

Diese Bildungsprodukte könnten Sie auch interessieren

  • Ähnliche Produkte im Bildungskatalog
  • Kindertagespflege, Kindertageseinrichtungen, Hort

    Arbeitsfeldbezogen

    22

... Zuletzt gesehen

  • Zwangsverheiratung erkennen und wirksam handeln

    Zwangsverheiratung bzw. die Androhung von Zwangsverheiratung versteht sich als Gewalt und Kontrolle, mehrheitlich gegenüber Mädchen und jungen Frauen, die gegen ihren Willen verheiratet werden (sollen). Sie ist mit Drohungen, hohem psychischen Druck und familiären Zwang verbunden. Auch, wenn Zwangsverheiratung in Deutschland unter Strafe steht, steigen die Zahlen von Betroffenen jährlich an. Gerade für jugendliche Betroffene ist der Druck und die Hürde, sich Hilfe zu suchen, hoch. Jugend(hilfe)einrichtungen oder die Schule sind oft die einzigen Zugänge für Betroffene in das Hilfesystem. Fachkräfte tragen also eine große Verantwortung. Umso wichtiger ist es, dass Sie als Fachkraft im Umgang mit (potenziell) Betroffenen sensibilisiert sind und Warnzeichen erkennen, um frühzeitig intervenieren und damit ihren Schutzauftrag gewährleisten zu können.

    1
  • Neu im ASD – Einführung in das Arbeitsfeld des Allgemeinen Sozialen Dienstes der Jugendämter

    Die Modulreihe „Neu im ASD“ richtet sich an neue Fachkräfte, die ihre Tätigkeit im Allgemeinen Sozialen Dienst aufnehmen. Ziel ist es, den Einstieg in die vielfältigen Aufgabenbereiche des ASD zu erleichtern und eine fundierte Grundlage für die berufliche Praxis zu schaffen. Das Programm umfasst acht Module, die zentrale Themen und Schwerpunkte der Arbeit im ASD behandeln. Dazu gehören unter anderem rechtliche Grundlagen, Aufgaben und Pflichten, Verantwortungsbereiche sowie praxisnahe Methoden und Fallarbeit. Teilnehmer*innen erhalten einen umfassenden Überblick über die Strukturen und Anforderungen des ASD und werden gezielt auf die Herausforderungen im Berufsalltag vorbereitet. Die Fortbildungsreihe bietet Raum für Austausch, Reflexion und Vernetzung mit Kolleginnen. Eine Teilnahmebescheinigung schließt den Kurs ab.

    1
  • Chaos oder Chance

    Menschen haben unterschiedliche Fähigkeiten, Interessen und Begabungen. Diese Unterschiede machen uns einzigartig und unverwechselbar. Manche Menschen sind körperlich, geistig oder seelisch behindert, andere sind in spezifischen Bereichen überdurchschnittlich oder hochbegabt und einige zeigen Besonderheiten in ihrer Entwicklung oder Auffälligkeiten in ihrem Verhalten. Diese Verhaltensauffälligkeiten sind vielfältig und haben unterschiedliche Ursachen. Krankheit, Störung, Andersartigkeit oder Absicht? – Was ist NORMAL und wer legt fest, was NORMAL ist?

    Im gemeinsamen Austausch erörtern wir, wie es gelingt, die Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen zu steigern und ihre individuellen Potentiale und Ressourcen auszubauen. Sie erfahren, wie und wodurch Fachkräfte und Bezugspersonen adäquat auf Verhaltensauffälligkeiten reagieren können, um Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg zu begleiten, ohne selbst zu verschleißen.

    2
  • Ohne Tränen geht´s nicht? - Eingewöhnung in der Kita

    Die Zeit der Eingewöhnung ist ein Übergang, der viel Feingefühl und Vertrauensaufbau braucht – für alle Kinder und ihre Eltern. Verschiedene kulturelle Hintergründe, Sprachen und Erziehungsvorstellungen stellen dabei häufig eine besondere Herausforderung dar. Wie dies jedoch nicht als Hürde, sondern als Möglichkeit für eine gelingende Eingewöhnung erkannt und genutzt werden kann, lernen Sie in der Fortbildung.

    Es werden sowohl theoretische Hintergründe vermittelt als auch praxisbezogene Beispiele besprochen und Ideen und Tipps für die eigene Praxis entwickelt.


© 2026 Landesjugendamt Sachsen-Anhalt
Powered by ecadia © 2026 ecadia GmbH

Ja Nein
  • Menü wieder schließen
  • Mein Zugang
  • Einloggen

  • Fortbildungsprogramm

Derzeit ist kein Lesezeichen gesetzt.

Katalogausdruck