Menü Home
Produktsuche Ihre Lesezeichen Einloggen Zurück Zurück

trainingproduct

Ansprechpartner:innen
AGB/Datenschutz

Zertifikatskurs Jugendhilfeplanung 2026/2027

Zertifikatskurs

Weiterleiten
Lesezeichen
pdf Druck

Zielgruppe

Jugendhilfeplanungsfachkräfte der öffentlichen Träger der Jugendhilfe.

Auch Sozialplaner*innen sind herzlich willkommen zur Teilnahme. Bitte beachten Sie jedoch, dass die Inhalte der Module – insbesondere die rechtlichen Grundlagen im ersten Modul – vorrangig auf das Berufsfeld der Jugendhilfeplanung zugeschnitten sind.

Beschreibung

Der Gesetzgeber hat mit dem Sozialgesetzbuch (SGB) Achtes Buch (VIII) - Kinder- und Jugendhilfegesetz - den Trägern der öffentlichen Jugendhilfe die Planungsverantwortung übertragen. In diesem Zusammenhang müssen die Jugendämter dafür Sorge tragen, dass

  • der Bestand an Einrichtungen und Diensten regelmäßig festgestellt wird,
  • der Bedarf unter Berücksichtigung der Wünsche, Bedürfnisse und Interessen der jungen Menschen und deren Eltern für einen mittelfristigen Zeitraum ermittelt wird und
  • die zur Befriedigung dieser Bedarfe notwendigen Vorhaben rechtzeitig und ausreichend zu planen sind.

Vor diesem Hintergrund stellt sich für die örtlichen Jugendämter die Frage, wie dieser gesetzliche Auftrag pragmatisch umgesetzt werden kann und welche organisatorischen und fachlichen Voraussetzungen für eine kommunikative, kooperative und zielgerichtete Jugendhilfeplanung geschaffen werden können.

In den fünf thematisch aufeinander aufbauenden Modulen wird unter Einbezug der unterschiedlichen Berufserfahrung der Teilnehmenden grundlegendes Wissen zur Jugendhilfeplanung vermittelt. Der Aufbau der Module ist so gestaltet, dass sich theoretische Inputs und praktische Arbeitseinheiten abwechseln. Darüber hinaus wird eine angemessene Zeit für die Diskussion im Plenum und/oder in Kleingruppen eingeplant.
In allen Modulen werden die Teilnehmenden die Gelegenheit haben, das neu erworbene Wissen auf das eigene Handeln und das jeweilige persönliche Praxisprojekt zu übertragen. Hierzu sind ggf. auch vereinzelt Abendeinheiten nötig und/oder möglich.

Die Module sind im Abschnitt „Inhalte der Module“ näher beschrieben.

Inhaltliche Schwerpunkte

1. Modul: Grundlagen der Jugendhilfeplanung

Zentrale Inhalte:

  • Rechtliche Grundlagen der Jugendhilfeplanung (SGB VIII und andere Bundesgesetze und die landesspezifischen Ausführungsgesetze)
  • Fachliche Grundlagen der Jugendhilfeplanung
  • Planungskonzepte und -ansätze
  • Anforderungen und Erwartungshaltungen an Jugendhilfeplanung / an die Jugendhilfeplanungsfachkraft

2. Modul: Grundlagen der empirischen Sozialforschung

Zentrale Inhalte:

  • Qualitative und quantitative Methoden der Datengewinnung
  • Eigene Datenerhebung
  • Datenaufbereitung und -auswertung mit MS Excel / Pivot-Tabellen
  • Planungsrelevante Daten und Überblick über (öffentlich) zugängliche Datenquellen

3. Modul: Projektmanagement

Zentrale Inhalte:

  • Grundlagen des Projektmanagements
  • Planung des persönlichen Projektes
  • Zieldefinition
  • Evaluation

4. Modul: Moderieren und Präsentieren /Planungsmethoden und -tools

Zentrale Inhalte:

  • Moderationstechniken
  • Präsentationstechniken
  • Vorstellung einzelner Planungsmethoden

5. Modul: Fortbildungsauswertung, Kolloquium und Abschlussfeier

Zentrale Inhalte:

  • Reflexion der eigenen „neuen“ Rolle
  • Auswertung des Zertifikatskurses
  • Kolloquium: Präsentation der persönlichen Praxisprojekte
  • Abschlussfeier und Verabschiedung

Hinweis

Die erfolgreiche Teilnahme am Gesamtkurs wird mit einem Zertifikat des Landes Sachsen-Anhalt bescheinigt.

Bedingungen hierfür sind:

  • die Anwesenheit und Mitarbeit in jedem der fünf inhaltlichen Module
  • das Anfertigen einer Abschlussarbeit zu einem selbstgewählten, mit der/dem Referent*in abgesprochenen, Thema 
  • die Teilnahme am Abschlusskolloquium.

Im Vorfeld des Zertifikatskurses findet ein 1,5 stündiges Treffen (via ZOOM) mit den Teilnehmenden statt, um erste Fragen zum Ablauf und zur Abschlussarbeit besprechen zu können. Dieser Termin findet am Montag, den 20.04.2026 -14:00 Uhr statt.

Auskunft zu Anmeldung und Organisation

Kathrin Stude

(0345) 514-1640 fortbildung.landesjugendamt@lvwa.sachsen-anhalt.de

Auskunft zu Inhalten

Anna Ziethlow

03455141483 anna.ziethlow@lvwa.sachsen-anhalt.de

Diese Bildungsprodukte könnten Sie auch interessieren

  • Ähnliche Produkte im Bildungskatalog
  • Jugendhilfeplanung

    Arbeitsfeldbezogen

    4

... Zuletzt gesehen

  • Kinderschutzfachkraft

    Der Schutz von Kindern und Jugendlichen und deren Wohl ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Wenngleich diese Aufgabe allen Menschen  zufällt, sind es vor allem die Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe, die regelmäßig mit komplexen Fragen und konkreten Fällen zum Thema  Kindeswohl konfrontiert sind.

    Professionelles Handeln im Rahmen des Bundeskinderschutzgesetzes und der §§ 8a und b SGB VIII erfordert eine hohe Fachkompetenz der pädagogischen Fachkräfte aus allen Arbeitsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe. Neben diesen gesetzlichen Grundlagen auf Bundesebene wurde auf Landesebene für Sachsen-Anhalt der Einsatz von Kinderschutzfachkräften in Einrichtungen der Tagesbetreuung für Kinder im § 10a des Kinderförderungsgesetzes (KiFöG) rechtlich verankert. Damit wird zusätzlich die Relevanz des Kinderschutzes in Tageseinrichtungen untermauert.

    Eine wesentliche Aufgabe der Kinderschutzfachkraft ist die professionelle Unterstützung ihrer Kolleg*innen sowie ihres Trägers bei der Wahrnehmung des Schutzauftrages.

    Dieser Zertifikatskurs strukturiert die Komplexität der verschiedenen Ebenen im Kinderschutz und vermittelt den Teilnehmer*innen rechtliches,  fachliches und methodisches Grundlagenwissen:

    • Sie werden mit zentralen Aufgaben und Verantwortungsbereichen einer Kinderschutzfachkraft vertraut gemacht.
    • Sie werden befähigt, gewichtige Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Kindeswohlgefährdung einzuschätzen und entsprechend professionell zu handeln und zu beraten.
    • Sie lernen Verfahrensabläufe gem. § 8a SGB VIII kennen und Verantwortlichkeiten zu differenzieren.
    • Ihnen werden die wesentlichen rechtlichen Grundlagen im Kinderschutz vermittelt.
    • Sie erwerben Kompetenzen in der Beratung und Gesprächsführung sowohl mit Kolleg*innen als auch mit den Kindern und Familien.
    • Sie erhalten Einblicke in Hilfenetzwerke sowie Kooperationsstrukturen und verorten andere und sich selbst als Teil der  Verantwortungsgemeinschaft im Kinderschutz.
    • Dabei werden Abläufe und Anforderungen sowie methodisches Vorgehen an zahlreichen praktischen Beispielen erprobt.

     

    3
  • Zwangsverheiratung erkennen und wirksam handeln

    Zwangsverheiratung bzw. die Androhung von Zwangsverheiratung versteht sich als Gewalt und Kontrolle, mehrheitlich gegenüber Mädchen und jungen Frauen, die gegen ihren Willen verheiratet werden (sollen). Sie ist mit Drohungen, hohem psychischen Druck und familiären Zwang verbunden. Auch, wenn Zwangsverheiratung in Deutschland unter Strafe steht, steigen die Zahlen von Betroffenen jährlich an. Gerade für jugendliche Betroffene ist der Druck und die Hürde, sich Hilfe zu suchen, hoch. Jugend(hilfe)einrichtungen oder die Schule sind oft die einzigen Zugänge für Betroffene in das Hilfesystem. Fachkräfte tragen also eine große Verantwortung. Umso wichtiger ist es, dass Sie als Fachkraft im Umgang mit (potenziell) Betroffenen sensibilisiert sind und Warnzeichen erkennen, um frühzeitig intervenieren und damit ihren Schutzauftrag gewährleisten zu können.

    1
  • Arbeitsorganisation und Kommunikation mit Kita-Apps. -Schwerpunkt: Kommunikation erleichtern mit einer App.

    Mittlerweile arbeitet eine Vielzahl von Einrichtungen mit Kita-Apps. Eine solche App kann den Arbeitsalltag erleichtern, die Kommunikation mit den Eltern verbessern und in einigen Fällen sogar die digitale  Bildungsdokumentation erleichtern.

    In dieser dreistündigen Fortbildungsveranstaltung an einem Nachmittag soll grundsätzlich über die wichtigsten Optionen der Anwendung von Kita-Apps informiert werden.

    Schwerpunktmäßig werden die Möglichkeiten der Kommunikation mit Eltern beleuchtet. Darüber hinaus wird die erfahrene Referentin mit den Teilnehmenden die vielfältigen Optionen und Features der unterschiedlichen Apps beleuchten. Ziel ist es, dass Kita-Teams 'ihre' App zum eigenen Vorteil so nutzen, dass sie den Arbeitsalltag erleichtern und zu einer Zeitersparnis führen.

     

    2
  • Ohne Tränen geht´s nicht? - Eingewöhnung in der Kita

    Die Zeit der Eingewöhnung ist ein Übergang, der viel Feingefühl und Vertrauensaufbau braucht – für alle Kinder und ihre Eltern. Verschiedene kulturelle Hintergründe, Sprachen und Erziehungsvorstellungen stellen dabei häufig eine besondere Herausforderung dar. Wie dies jedoch nicht als Hürde, sondern als Möglichkeit für eine gelingende Eingewöhnung erkannt und genutzt werden kann, lernen Sie in der Fortbildung.

    Es werden sowohl theoretische Hintergründe vermittelt als auch praxisbezogene Beispiele besprochen und Ideen und Tipps für die eigene Praxis entwickelt.


© 2026 Landesjugendamt Sachsen-Anhalt
Powered by ecadia © 2026 ecadia GmbH

Ja Nein
  • Menü wieder schließen
  • Mein Zugang
  • Einloggen

  • Fortbildungsprogramm

Derzeit ist kein Lesezeichen gesetzt.

Katalogausdruck