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Anti-Bias-Arbeit

Zwischen Bauchgefühl und Vorurteil

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Zielgruppe

Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe

Beschreibung

In unserer täglichen Arbeit mit Menschen – ob in der Sozialen Arbeit, in der Pädagogik oder in der Beratung – begegnen wir immer wieder Formen von Ungleichbehandlung, Vorurteilen und Ausgrenzung. Manches davon ist offen sichtbar, anderes geschieht eher subtil oder unbewusst – auch in uns selbst. Genau hier setzt der Anti-Bias-Ansatz an.

„Bias“ bedeutet übersetzt so viel wie „Voreingenommenheit“ oder „Einseitigkeit“. Der Anti-Bias-Ansatz lädt dazu ein, sich mit den eigenen Haltungen und gesellschaftlichen Machtverhältnissen kritisch auseinanderzusetzen. Er hilft, Diskriminierung in ihren unterschiedlichen Formen zu erkennen – und unterstützt Fachkräfte dabei, einen bewussten und diskriminierungssensiblen Umgang in ihrer Arbeit zu entwickeln.

Gemeinsam möchten wir uns mit folgenden Fragen beschäftigen:

  • Wie wirken gesellschaftliche Ungleichheiten und Ausgrenzung auf unsere Klient*innen – und auch auf uns selbst?
  • Welche Rolle spielen unbewusste Vorannahmen in unserer professionellen Haltung?
  • Wie kann der Anti-Bias-Ansatz helfen, Diskriminierung im Arbeitsalltag zu erkennen, zu reflektieren und ihr aktiv zu begegnen?

Inhaltliche Schwerpunkte

  • Einführung in den Anti-Bias-Ansatz
  • Theoretische Grundlagen und zentrale Begriffe
  • Selbstreflexion & Biographiearbeit
  • Bedeutung und Anwendung in der pädagogischen und sozialarbeiterischen Praxis

Hinweis

Der Workshop bietet Raum für Austausch, persönliche Reflexion und praxisnahe Anregungen. Dabei werden wir uns sowohl mit theoretischen Grundlagen als auch mit konkreten Handlungsmöglichkeiten für den Berufsalltag beschäftigen.

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20. - 21.04.2026
TP-0603 2601 | Halle


Auskunft zu Anmeldung und Organisation

Kathrin Stude

(0345) 514-1640 fortbildung.landesjugendamt@lvwa.sachsen-anhalt.de

Auskunft zu Inhalten

Jörg Kratzsch

(0345) 514-1634 joerg.kratzsch@lvwa.sachsen-anhalt.de

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  • Inklusionsfachkraft

    „Jedes Kind gleich welcher Herkunft, Religion, welchen Geschlechts, welcher gesundheitlichen Belastungen oder körperlichen, geistigen oder seelischen Besonderheiten und Begabungen, hat das Recht darauf, in die Tageseinrichtung aufgenommen zu werden und entsprechend seiner Individualität und seiner Bedürfnisse bei seinen Bildungsprozessen begleitet und in spezifischer Weise gefördert zu werden.
    (Leitlinie 5: Inklusion) “

    …so die Forderung im Bildungsprogramm Sachsen-Anhalt Bildung: elementar – Bildung von Anfang an. Denn so vielschichtig unsere Gesellschaft ist, so vielschichtig sind auch Kindertageseinrichtungen. Dennoch ist diese Haltung in der Praxis oft nicht einfach umzusetzen. Viele Stolpersteine und Unsicherheiten prägen den pädagogischen Alltag. Um dieser Forderung dennoch gerecht zu werden, benötigt es Fachkräfte in der Kindertageseinrichtung, die mit spezifischem Fachwissen und sicherer Handlungskompetenz als Berater*innen für Inklusionsfragen tätig sind, (auch unbeabsichtigte) Diskriminierungen erkennen, darüber aufklären und Lösungsansätze vermitteln können. 

    In dieser Weiterbildung erlangen Sie umfangreiches Fachwissen zum Thema Inklusion, nehmen neue Perspektiven ein und erhalten Einblicke in gelungene Beispiele aus der Praxis. Ziel ist es, als Inklusionsfachkraft Vorurteilen den Wind aus den Segeln zu nehmen und als Fürsprecher*in aller Kinder eine inklusive Grundhaltung in Ihrer Einrichtung voranzutreiben. 

     

    Die Fortbildung besteht aus insgesamt sechs zweitägigen und einem dreitägigen Modul (Modul 1); das letzte Modul wird als Abschlusskolloquium gestaltet. Außerdem gehört zum Kurs ein Reflexionstag, welcher den Teilnehmenden nach einem längeren Zeitraum in der Praxis Gelegenheit gibt, in der vertrauten Gruppe mit der Hauptreferentin die als Inklusionsfachkraft erworbenen Erfahrungen zu reflektieren.

     

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