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Kinderschutzfachkraft
Qualifizierung von Fachkräften mit Tätigkeit im Kinderschutz
Zertifikatskurs
Jetzt anmelden
16.04.2026 - 02.06.2027
TP-0350 2603 | LK Mansfeld-Südharz
Eisleben Haus 2, Raum 3.11/3.12
Lindenallee 56
06295 Lutherstadt Eisleben
23.04.2026 - 03.06.2027
TP-0350 2604 | Halle (Saale)
20.08.2026 - 04.06.2027
TP-0350 2606 | online
Auskunft zu Anmeldung und Organisation
Marion Grajetzky
(0345) 514-1624 fortbildung.landesjugendamt@lvwa.sachsen-anhalt.de... Zuletzt gesehen

Zertifikatskurs Jugendhilfeplanung 2026/2027
Der Gesetzgeber hat mit dem Sozialgesetzbuch (SGB) Achtes Buch (VIII) - Kinder- und Jugendhilfegesetz - den Trägern der öffentlichen Jugendhilfe die Planungsverantwortung übertragen. In diesem Zusammenhang müssen die Jugendämter dafür Sorge tragen, dass
- der Bestand an Einrichtungen und Diensten regelmäßig festgestellt wird,
- der Bedarf unter Berücksichtigung der Wünsche, Bedürfnisse und Interessen der jungen Menschen und deren Eltern für einen mittelfristigen Zeitraum ermittelt wird und
- die zur Befriedigung dieser Bedarfe notwendigen Vorhaben rechtzeitig und ausreichend zu planen sind.
Vor diesem Hintergrund stellt sich für die örtlichen Jugendämter die Frage, wie dieser gesetzliche Auftrag pragmatisch umgesetzt werden kann und welche organisatorischen und fachlichen Voraussetzungen für eine kommunikative, kooperative und zielgerichtete Jugendhilfeplanung geschaffen werden können.
In den fünf thematisch aufeinander aufbauenden Modulen wird unter Einbezug der unterschiedlichen Berufserfahrung der Teilnehmenden grundlegendes Wissen zur Jugendhilfeplanung vermittelt. Der Aufbau der Module ist so gestaltet, dass sich theoretische Inputs und praktische Arbeitseinheiten abwechseln. Darüber hinaus wird eine angemessene Zeit für die Diskussion im Plenum und/oder in Kleingruppen eingeplant.
In allen Modulen werden die Teilnehmenden die Gelegenheit haben, das neu erworbene Wissen auf das eigene Handeln und das jeweilige persönliche Praxisprojekt zu übertragen. Hierzu sind ggf. auch vereinzelt Abendeinheiten nötig und/oder möglich.Die Module sind im Abschnitt „Inhalte der Module“ näher beschrieben.

Ohne Tränen geht´s nicht? - Eingewöhnung in der Kita
Die Zeit der Eingewöhnung ist ein Übergang, der viel Feingefühl und Vertrauensaufbau braucht – für alle Kinder und ihre Eltern. Verschiedene kulturelle Hintergründe, Sprachen und Erziehungsvorstellungen stellen dabei häufig eine besondere Herausforderung dar. Wie dies jedoch nicht als Hürde, sondern als Möglichkeit für eine gelingende Eingewöhnung erkannt und genutzt werden kann, lernen Sie in der Fortbildung.
Es werden sowohl theoretische Hintergründe vermittelt als auch praxisbezogene Beispiele besprochen und Ideen und Tipps für die eigene Praxis entwickelt.

Anti-Bias-Arbeit
In unserer täglichen Arbeit mit Menschen – ob in der Sozialen Arbeit, in der Pädagogik oder in der Beratung – begegnen wir immer wieder Formen von Ungleichbehandlung, Vorurteilen und Ausgrenzung. Manches davon ist offen sichtbar, anderes geschieht eher subtil oder unbewusst – auch in uns selbst. Genau hier setzt der Anti-Bias-Ansatz an.
„Bias“ bedeutet übersetzt so viel wie „Voreingenommenheit“ oder „Einseitigkeit“. Der Anti-Bias-Ansatz lädt dazu ein, sich mit den eigenen Haltungen und gesellschaftlichen Machtverhältnissen kritisch auseinanderzusetzen. Er hilft, Diskriminierung in ihren unterschiedlichen Formen zu erkennen – und unterstützt Fachkräfte dabei, einen bewussten und diskriminierungssensiblen Umgang in ihrer Arbeit zu entwickeln.
Gemeinsam möchten wir uns mit folgenden Fragen beschäftigen:
- Wie wirken gesellschaftliche Ungleichheiten und Ausgrenzung auf unsere Klient*innen – und auch auf uns selbst?
- Welche Rolle spielen unbewusste Vorannahmen in unserer professionellen Haltung?
- Wie kann der Anti-Bias-Ansatz helfen, Diskriminierung im Arbeitsalltag zu erkennen, zu reflektieren und ihr aktiv zu begegnen?

Kinderrechte als präventiver Baustein gegen (sexualisierte) Gewalt
Kinder in ihrer eigenen Autonomie und als Träger von Rechten zu stärken, ist eine wichtige Aufgabe von Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe. Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen stellen zentrale Bausteine für eine wirksame Prävention gegen (sexualisierte) Gewalt und andere Formen von Kindeswohlgefährdung dar. Dabei lohnt es sich, einmal genauer auf die UN-Kinderrechte zu schauen und sich selbst zu überprüfen, welche Rolle diese in Ihrem beruflichen Handeln spielen und inwieweit Sie diese in Kinderschutzfällen noch stärker berücksichtigen können.
Im Rahmen des Online-Selbstlernkurses erwerben Sie umfangreiches Wissen in den Themenfeldern Kinderrechte, kindliche Sexualität und Kinderschutz. Mit Hilfe verschiedener Methoden und Ansätze durchlaufen Sie die Kapitel der Fortbildung und vertiefen die einzelnen Inhalte.
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